Fragen von Patienten

Bin ich überhaupt zu hypnotisieren?

Ob Sie hypnotisierbar sind hängt zunächst davon ab wie leicht Sie sich auf ein Thema konzentrieren und in Trance gehen können.

Wenn Sie zum Beispiel gerne lesen und dabei das Gefühl entwickeln, mitten im Geschehen zu sein, spricht vieles dafür, dass sie empfänglich für hypnotische Suggestionen sind.
Auch wenn Sie sich beispielsweise bei spannenden Fernsehsendungen oder Sportveranstaltungen dabei ertappen, kurzzeitig wie weggetreten zu sein, so als wären sie selbst dabei, ist auch das ein Zeichen erhöhter Konzentrationsfähigkeit.

Allgemein gilt: 10 % aller Menschen sind sehr gut hypnotisierbar, 80 % gut und 10 % schwer.


Besteht die Gefahr, nicht mehr aus der Hypnose zu erwachen?

Die Angst, nicht mehr aus der Hypnose zu erwachen, ist völlig unbegründet.

Selbst bei Eintritt des schlimmsten aller Fälle – wenn zum Beispiel der Hypnotiseur während der Hypnosesitzung einen Schlaganfall erleidet – wird der Patient von selbst wach werden. Der Trancezustand verwandelt sich unter Umständen in einen natürlichen Schlaf und dieser führt wieder zum Aufwachen.


Kann ich während der Behandlung aus der Hypnose plötzlich erwachen?

Auch diese Befürchtung scheint berechtigt, ist jedoch unbegründet.

Der Patient wird in der Regel vor der beginnenden Behandlung in hypnotische Trance versetzt. Während dieses Vorganges lernt er fast unmerklich, wie dieser Zustand auch während unvorhergesehener Zwischenfälle aufrechterhalten werden kann. Unterschwellig spürt der Patient, dass er den hypnotischen Zustand während der Behandlung nicht verlassen sollte. Deshalb bleibt er lieber in Trance, denn es ist ihm bewusst, dass er sich so wohler fühlt als in wachem Zustand.


Bin ich in Hypnose willenlos?

Niemand ist im Zustand hypnotischer Trance willenlos.

Die Psyche des Menschen verfügt über natürliche Schutzmechanismen, die sofort aktiv werden sobald der Hypnotisierte spürt, dass er manipuliert wird oder sich etwas gegen sein innerstes Weltbild richtet.


Bekomme ich in Hypnose die Behandlungsgeräusche mit?

Viele Patienten fürchten die Geräusche, die eine zahnärztliche Behandlung verursacht. Vor allem die hohen, schrillen Töne des Bohrers wirken bei sensiblen Patienten Angst einflößend.

Es gibt eine einfache Möglichkeit, dies zu unterdrücken: Der Patient bekommt Kopfhörer und wird über eine Entspannungs-CD in Trance geführt. Die äußere Geräuschkulisse wird damit stark beeinflusst.

Manchmal lassen sich die Geräusche auch vom Hypnotiseur umdeuten – je nach induziertem Trancemotiv: Das unangenehme Bohrgeräusch kann sich beispielsweise in das Aufheulen eines am Strand entlang brausenden Motorbootes verwandeln.


Habe ich in Hypnose noch Schmerzen?

Manche Patienten gehen davon aus, im Zustand hypnotischer Trance vollkommen schmerzunempfindlich zu sein. Das ist nur bedingt richtig. Meist spürt der Patient, dass der Zahnarzt “irgendetwas” macht. Er nimmt diese Empfindungen jedoch nicht direkt als Schmerz wahr, sondern eher als dumpfen Druck, als Berührung oder als Temperaturunterschied.


Wie finde ich für mich den richtigen Hypnosezahnarzt ?

Über die Liste der DGZH-Hypnosezahnärzte haben Sie die Möglichkeit in Ihrer Stadt oder Ihrem PLZ-Bereich nach Hypnosezahnärzten zu suchen.
Sofern der Arzt weitere Zusatzinformationen hinterlegt hat, können Sie sich auch über die Praxisspezialisierungen informieren.


Sind auch Kinder zu hypnotisieren?

Die Kinderhypnose unterscheidet sich in einigen wesentlichen Aspekten von der Erwachsenenhypnose. Da besonders kleinere Mädchen und Jungen im Allgemeinen nicht über das Konzentrationsmaß verfügen, sich auf Entspannung, Versenkung oder innere Ruhe zu besinnen, sind anschaulichere Formen hypnotischer Induktion notwendig.

Die Kinder werden mit Puppen, Zaubertricks oder Späßen fasziniert und anschließend in Trance geführt. Da direkte formale Einstiegsmotive nicht sinnvoll sind, kann man Geschichten, Märchen oder Fabeln erzählen oder dazu animieren, unter Anleitung einer Fantasiereise zu folgen. Auf diese Weise lassen sich die Kleinen sehr schnell in einen Trancezustand führen – und genau so rasch kommen sie auch zurück.

Bei Kindern mit starkem Bewegungsdrang benutzt man hypnotische Bewegungsinduktionen. Das heißt man lädt sie dazu ein, sich so zu bewegen wie sie das naturgemäß tun würden und lenkt sie anschließend entsprechend ab, sodass sie einen Trancezustand erreichen können. Erst Kinder ab dem zwölften, dreizehnten Lebensjahr sind mit formalen Induktionsmethoden, mit denen Erwachsene in Trance geführt werden, erreichbar.


Was kostet eine Behandlung in Hypnose beim Zahnarzt?

Die zahnärztliche Hypnose ist nicht im Leistungskatalog des öffentlich-rechtlichen Gesundheitswesens aufgeführt. Obwohl es wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass die Hypnose eine hoch wirksame Behandlungshilfe darstellt, fehlt dieser Methode die breite offizielle Akzeptanz.
Das bedeutet für den Patienten, dass er nicht damit rechnen kann, die Kosten von seiner Krankenkasse erstattet zu bekommen. Die Hypnosebehandlung ist eine Privatleistung, die mit der Praxis individuell abgerechnet wird.
Privat Versicherte sollten sich bei der Geschäftsstelle ihrer Versicherung erkundigen, ob die Kosten übernommen werden.


DGZH-Hypnosezahnärzte

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Literatur

Wenn Sie sich tiefer in das Thema “Hypnose” einlesen möchten, dann werfen Sie einen Blick auf unsere Literaturliste. Weiter »

Kinderhypnose

In unserer Ausgabe 2/2011 der DZzH finden Sie zwei Artikel zu ritualisiertem Umgang und Kommunikation mit Kindern in der Vorbereitung auf die Behandlung. Weiter »